Dezemberschnee gilt als Katastrophe

Die heftigen Schneeschauern, die im Dezember vergangenes Jahr weite Teile Belgiens lahmlegten und für schwere Schäden sorgten, sind als allgemeine Katastrophe anerkannt worden. Der Ministerrat der geschäftsführenden Bundesregierung hat einem entsprechenden Entwurf für einen Königlichen Erlass zugestimmt.

Der Entwurf zu diesem Königlichen Erlass wurde von Belgiens scheidender Innenministerin Annemie Turtelboom (Open VLD) eingereicht. Damit gelten die Schneefälle im Dezember 2010 offiziell als "Allgemeine Katastrophe“ und zwar in den Provinzen Flämisch- und Wallonisch-Brabant, Antwerpen, Ostflandern, Hennegau, Lüttich, Limburg, Luxemburg und Namür. Nur Westflandern gehört nicht dazu, denn diese Provinz war von dem heftigen Wintereinbruch nicht betroffen.

Seit März 2007 ist in Belgien gesetzlich geregelt, dass offiziell anerkannte Naturkatastrophen von den Feuerversicherungen abgedeckt werden. Der staatliche Katastrophenfonds greift nur in besonders schweren Fällen, wie jetzt nach der Schneekatastrophe. Der Fonds hilft aber nur dann, wenn die Betroffenen entstandenen Schaden nicht aus eigener finanzieller Kraft decken können, wenn sie nicht entsprechend versichert sind oder wenn Grundstücke oder Gebäude der öffentlichen Hand beschädigt worden sind.