Kampf gegen Ausbeutung von Prostituierten

In der Wochenendausgabe der Zeitung ‚De Morgen‘ erklärt die Nummer Eins der belgischen Bundespolizei, Paul Van Thielen, die Bekämpfung der Ausbeutung von Prostituierten durch die organisierte Kriminalität werde eine der Hauptaufgaben der Polizeiarbeit werden.

In Belgien sind schätzungsweis etwa 23.000 Prostituierte aktiv. 80 Prozent von ihnen würden von Zuhältern ausgebeutet, die von ihren Einkünften leben, so der Polizei-Chef. In 10 Prozent der Fälle handele es sich um sehr weitgehende Ausbeutung. „Das bedeutet, 2.300 Menschen arbeiten unter absolut menschenunwürdigen Bedingungen in der Sex-Industrie“, so Paul Van Thielen.

Hierbei handelt es sich meist um Frauen, die rund um die Uhr für sehr wenige Geld arbeiten müssen, in sehr schlechten Wohnungen leben und oft sogar gefangen gehalten werden.

Eine Studie belege, dass sich die organisierte Kriminalität in den kommenden Jahren noch mehr Geld mit der sexuellen Ausbeutung von Prostituierten verdienen will. Deshalb müsse sich die Polizeiarbeit vorrangig auf diesen Strafbestand konzentrierten. Van Thielen hofft, hierfür grünes Licht von der Politik zu erhalten.