Bel20 mit größtem Verlust seit 2009

Die europäischen Börsen haben am Montag wieder schwere Verluste hinnehmen müssen. Der Grund waren einmal mehr schlechte Nachrichten zur Eurokrise und zu den Wirtschaftsdaten aus den USA. Die Brüsseler Börse verlor 4,61 % und der Zinsspread zwischen Belgien und Deutschland stieg auf einen neuen Rekord.

Der Brüsseler Börsenindex Bel20 schloss am Montagabend mit einem Minus von 4,61 % gegenüber der Schlussnotierung vom vergangenen Freitag ab. Im Laufe des Dienstagmorgens allerdings konnte der Bel20 schon wieder gut einen Prozent Wettmachen.

Doch der Börsenschluss am Montag bedeutete den tiefsten Stand seit März 2009 und sorgte vor allem bei den Bankaktien für tiefrote Zahlen. KBC und Ageas verloren 8 % und Dexia "nur“ 4,81 %.

Die dauerhafte Spannung in der Eurozone sorgte auch für eine weitere Vergrößerung des Zinsunterschieds zwischen Belgien und Deutschland. Der so genannte "spread“ zwischen den Zinsen auf Staatsobligationen mit 10 Jahren Laufzeit, ein nicht zu unterschätzender Richt- und Leitwert für Belgien, liegt derzeit bei einer Rekordhöhe von 2,19 %.

Im Laufe des Dienstags wurde eine neue Rekordhöhe erreicht, denn der Unterschied betrug gegen 14 Uhr 30 232 Basispunkte. Gegen 16 Uhr stiegen die belgischen Zinsen auf lange Laufzeit auf 4,160 % während die deutschen Zinsen bei 1,842 % lagen. Damit erreichte der "spread" seinen höchsten Unterschied seit 1999.