Merkel und Van Rompuy fordern Reformen

Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy haben bei ihren Gesprächen in Berlin die Schuldensünder der Eurozone dazu aufgefordert, ihre Reformen schnell umzusetzen.

Bundeskanzlerin Merkel und der belgische EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy (Archivfoto oben) hatten sich am Montagabend im Kanzleramt in Berlin zu Gesprächen über die Eurokrise getroffen. Dabei riefen sie Griechenland und die anderen Schuldensünder in der Eurozone dazu auf, schnell ihre Reformen und Sparmaßnahmen umzusetzen.

Merkel und Van Rompuy sind sich einige darüber, dass deren Verpflichtung, strukturelle Reformen und entsprechende Haushaltskonsolidierungen unverzüglich und den Abmachungen mit der EU entsprechend durchzführen.

Ein weiteres Thema der Gespräche in Berlin war die Vorbereitung der für Oktober angesetzten Sitzung des EU-Rates. Dazu berieten Merkel und Van Rompuy über Vorschläge, wie man die Wirtschafts- und Finanzpolitik innerhalb der Europäischen Union und besonders innerhalb der Eurozone konzentrierter Steuern könnte.

Forderungen nach einem Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone hatten beide bereits im Vorfeld ihres gemeinsamen Treffens zurückgewiesen. Die deutsche Bundeskanzlerin warnte vor einem Dominoeffekt, der außerordentlich gefährlich für das europäische Währungssystem wäre. Van Rompuy fügte hinzu, dass dies mehr Probleme als wirksame Lösungen schaffen würde.