Zustrom Anderssprachiger in Grimbergen

Marleen Mertens (CD&V), die Bürgermeisterin von Grimbergen am nördlichen Rand von Brüssel in der Provinz Flämisch-Brabant, klagt über einen Zustrom von anderssprachigen Belgiern in ihrer Gemeinde. Viele frankophone Brüsseler entfliehen der Großstadt, tun jedoch nichts daran, sich zum Beispiel sprachlich zu integrieren, so der Vorwurf.

Das Problem zeigte sich einmal mehr, so die christdemokratische flämische Politikerin, in der Schule. Am Schulanfang am 1. September seien die Klassen mit Kindern konfrontiert worden, die keine Niederländisch-Kenntnisse vorweisen könnten. Dies habe einen negativen Einfluss auf das Schulgeschehen und auf die Qualität des Unterrichts:

"Wir versuchen die Schüler, die sich in unsere Schulen einschreiben, mit zusätzlichen Anstrengungen zu begleiten. Wir werden versuchen, und haben dies bereits versucht, die anderssprachigen Eltern davon zu überzeugen, ebenfalls Niederländisch zu lernen, damit auch sie dem Erlernten ihrer Kinder folgen können. Grimbergen ist eine gastfreundliche Gemeinde, doch die Menschen müssen verstehen, dass wir eine flämische Gemeinde sind und dass wir von ihnen verlangen, Anstrengungen zu unternehmen, damit das auch so bleiben kann.“

Der Fall Grimbergen zeigt einmal mehr, worunter Belgien, seine verschiedensprachigen Länder und Regionen und spezifisch die Hauptstadt Brüssel und ihr Umland leiden. Für die gerade gestarteten Regierungsverhandlungen sind solche Meldungen Salz auf offene Wunden.