Diagnose Stress: Über die Hälfte erwischt es

Über die Hälfte der Belgier leidet unter Stress am Arbeitsplatz. Die Belgier sind damit die am meisten gestressten Europäer. Einer von fünf Belgiern ist sogar nicht weit von einem Burnout entfernt.

54 Prozent der Belgier leidet unter Streß am Arbeitsplatz. Der europäische Durchschnitt liegt bei 44 Prozent. Die Belgier liegen damit deutlich über dem Durchschnitt, sind also eindeutig gestresster als ihre europäischen Kollegen.

Unsere nördlichen Nachbarn sind am wenigsten gestresst.: Nur  32 Prozent der Niederländer sagt, unter Stress zu leiden.

Die Ergebnisse sind alarmierend. Sogar 19% der Belgier gibt an, ständig von zu viel Stress begleitet zu werden und darunter auch mental und physisch zu leiden.

Nur 35% der Belgier fühlt sich etwas besser und muss nur ab und zu auf seine Reserven zurückgreifen. 

2007 stellte die Jobsite StepStone die gleiche Frage schon einmal an seine Internetbesucher. Die Zahl der gestressten Belgier ist eindeutig gestiegen. 

Auffallend ist, dass wir früher nicht zu den am meisten gestressten Menschen Europas gehörten. Damals standen die Schweden und die Deutschen auf dem ersten und zweiten Platz. Ihr Stresspegel ist inzwischen jedoch deutlich gesunken. Die Ergebnisse für die dänische Bevölkerung haben sich hingegen verschlechtert.

"Das ist ein Ergebnis, auf das wir nicht  gerade stolz sein können. Wir stehen an erster Stelle der Länder mit dem größten Anteil gestresster Arbeitnehmer. Vermutlich ist der Stress auf externe Faktoren wie Staus, die Wirtschaftssituation und Unsicherheit zurückzuführen. Interne Faktoren spielen jedoch sicherlich auch eine Rolle. Maßnahmen wie das Arbeiten von zu Hause aus, flexible Arbeitszeiten und Teilzeitjobs könnten eine Lösung für diese ungesunden Arbeitsbedingungen sein", meint  Michel Tubbax, Managing Director von StepStone Belgien.

An der Umfrage von StepStone nahmen 6.206 Europäer teil. Die Befragung fand in Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und Schweden statt.