Rubensgemälde geht nach Belgien zurück

Griechenland wird das Gemälde aus dem 17. Jahrhundert des flämischen Meisters üppiger barocker Formen, Peter Paul Rubens, das vor kurzem von griechischen Undercoverbeamten wiedergefunden wurde, Belgien zurückgeben. Das Gemälde war vor 10 Jahren aus dem Genter Museum für Schöne Künste gestohlen worden. Ein genaues Datum für die Übergabe ist noch nicht bekannt.

Die Beamte hatten das Kunstwerk aus 1618 in der Küstenstadt Glyfada, unweit Athens, wiedergefunden. Das Gemälde trägt den Titel "Schweinejagd" und wurde 2001 aus dem Museum für Schöne Künste von drei maskierten Dieben gestohlen.

Ein 65-jähriger ehemaliger Antiquitätenhändler und eine 40-jährige Fernsehsprecherin wurden festgenommen, nachdem das Gemälde in ihrem Wagen gefunden worden war. Sie werden der Geldwäsche verdächtigt. Der Presseagentur von Athen ANA zufolge habe die Polzei inzwischen gesagt, dass das Duo nicht in den ursprünglichen Diebstahl verwickelt sei. Ermittlungen sollen nun ergeben, wie das Gemälde in ihren Besitz gekommen ist.

Der griechische Kulturminister, Pavlos Geroulanos und der Minister für den Bürgerschutz, Christos Papoutsis, bestätigten auf einer Pressekonferenz die Echtheit des Gemäldes. Zuvor hatten verschiedene Stimmen das Gegenteil behauptet. "Das Werk wurde als ein Rubens gekauft, es ist als Rubens im Katalog des Genter Museums registriert und es wurde als Rubens gestohlen", so Geroulanos.

Die TV-Sprecherin sagte, dass ein italienischer Liebhaber ihr das Kunstwerk schenkte als sie 2003 auf der griechischen Insel Rhodos im Urlaub war. Sie behauptet, nichts vom Wert des Bildes gewusst zu haben.