Strahlengefahr muss auf Handy stehen

In Kürze muss in den Gechäften und in allen Reklamekampagnen der Strahlenwert eines jeden Handys angegeben werden. Das wissen die Zeitungen Het Nieuwsblad und De Standaard am Freitag. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsinitiative von Verbraucherminister Paul Magnette (PS) und seiner Parteigenossin, Gesundheitsministerin Laurette Onkelinx.

Die Idee, die dahinter steckt, ist, dass der Verbraucher die Wahl hat, sich bewusst für ein Handy mit weniger Strahlung zu entscheiden, erklärt der Sprecher von Magnette.

Belgien wird damit eines der ersten europäischen Länder, das Fabrikanten und Verkäufer verpflichtet, die Strahlungswerte von Handys so deutlich und sichtbar wie möglich anzugeben. Derzeit steht dieser Wert zumeist noch versteckt und in winzigen Buchstaben irgendwo in der Bedienungsanleitung des Telefons.

Experten reagieren eher skeptisch. "Ich befürworte diese Initiative, aber ich bezweifle, ob sich viele Menschen aus diesen Zahlen etwas machen. Sie finden diese Werte schon heute im Internet, aber ich kenne kaum Menschen, die sich diese Zahlen ansehen, wenn sie ein Handy kaufen", sagt Professor Guy Vandenbosch von der Katholischen Universität Löwen.

Mit diesen Maßnahmen werden die Handy-Produzenten allerdings nicht gezwungen, die Strahlenwerte auch auf der Verpackung anzugeben. Dieser Vorschlag wid noch besprochen.