Gaststättengewerbe sucht dringend Personal

Das Gaststättengewerbe im belgischen Bundesland Flandern kämpft nach wie vor mit einem eklatanten Mangel an Personal. Mittelstandsverbände und Ho.Re.Ca. Vlaanderen, der Dachverband des Gewerbes, starteten eine entsprechende Umfrage bei 308 Gaststättenbewerbern.

Fast 60 % der befragten Hotels, Kneipen und Cafés bieten derzeit offene Stellen an, doch es dauert durchschnittlich bis zu 40 Tagen, bevor ein solcher Arbeitsplatz neu besetzt werden kann, wie das Landesarbeitsamt VDAB meldet.

Mitunter findet sich überhaupt kein geeigneter Kandidat, denn nicht besonders viele Arbeitsuchende melden sich für einen Job im Gaststättengewerbe.

Rund 30 % der befragten Unternehmer gab an, oft mehr als ein halbes Jahr lang auf Bewerber für vakante Stellen zu warten.

Vor allem Kellner und Küchenhilfen (Foto)sind in Flandern offenbar nur schwer zu finden. Die meisten Kandidaten werden wohl durch niedrige Löhne und Gehälter sowie von den unregelmäßigen Arbeitszeiten abgeschreckt. Nur selten finden sich, zum Bedauern der Arbeitgeber, Bewerber, die gerne spät Abends oder am Wochenende arbeiten wollen.

Der Mittelstandsverband UNIZO und Ho.Re.Ca. Vlaanderen geben an, dass das Gaststättengewerbe unbedingt niedrigere Lohnnebenkosten braucht, zumal für Gelegenheitspersonal. Die Verbände verlangen auch, und dies nicht zum ersten Mal, eine Senkung der Mehrwertsteuer auf ihre Leistungen und Angebote.