Wieder Angriffe auf Busse und deren Fahrer

In den vergangenen Tagen ist es in Brüssel wieder mehrmals zu Angriffen auf Busfahrer und zu Schüssen auf Busse gekommen. Am Montagabend wurden Kontrolleure von De Lijn in Limburg sogar mit Stromstößen verletzt.

Am frühen Mittwochmorgen ist am Westland Shopping Center in Anderlecht ein Bus der regionalen Nahverkehrsgesellschaft MIVB mit Kugeln aus einem Luftgewehr beschossen worden. Dabei wurde eine Seitenscheibe des Fahrzeugs zerstört (Foto). Verletzte gab es dabei nicht. Vor knapp einer Woche war schon einmal ein MIVB-Bus aus einem Luftgewehr beschossen worden. Damals fand der Vorfall im Stadtteil Molenbeek statt.

Fast zur gleichen Zeit musste ein Busfahrer der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn ebenfalls in Molenbeek Prügel von einem Fahrgast einstecken. Der Mann war hinten in den Bus eingestiegen und weigerte sich dem Fahrer seinen Fahrausweis zu zeigen. Dabei musste der Busfahrer Schläge einstecken, die zu leichten Verletzungen führten. Eine zufällig vorbeikommende Polizeistreife konnte den Täter stellen und verhaften.

Wie jetzt bekannt wurde, sind am Montagabend in Diepenbeek in der Provinz Limburg zwei Kontrolleure von De Lijn bei einer Rangelei mit Schwarzfahrern mit einer Stromstoßwaffe verletzt worden. Die Kontrolleure wollten einen Fahrgast kontrollieren, der jedoch keinen Fahrschein hatte. Während eines Wortgefechts mischte sich dessen Mitreisender ein und versetzte den De Lijn-Kontrolleuren Stromstöße. Beide wurden dabei verletzt und eine Woche lang dienstunfähig.

Die Angst geht um

Die Zahl der Angriffe auf das Fahrpersonal der verschiedenen Verkehrsbetriebe in Belgien steigt in den vergangenen Wochen und Monaten auf Besorgnis erregende Werte.

Viele Arbeitnehmer treten ihre täglichen Dienste mittlerweile mit einem bangen Gefühl an. Auch die Gewerkschaften sind besorgt. Wilde Arbeitsniederlegungen und Warnstreiks von besorgten Bus- oder Tramfahrern sowie von Schaffnern und Kontrolleuren sind mittlerweile keine Seltenheit mehr.