Ausländische (Online-)Medien zur Einigung

Auch die ausländische Presse reagierte - meist online - auf die Einigung zur Spaltung von Brüssel-Halle-Vilvoorde und auf die Hoffnung, dass es doch bald zu einer Regierungsbildung in Belgien kommen wird. Vor allem die Wirtschafts- und Finanzpresse beobachtet unser Land genau.

Die Wirtschafts-Presseagentur Bloomberg nannte den Durchbruch in Brüssel einen Erfolg, zumal die Ratingagenturen vor hatten, die politische Instabilität im Euro-Kernland Belgien durch weitere Herabstufungen zu bestrafen. Die internationale Presseagentur Reuters ergänzte dies mit der Feststellung, dass die aktuelle geschäftsführende Regierung in Belgien einen neuen Haushalt aufstellen werde, falls die Regierungs- und Koalitionsbildung doch noch scheitern würde.

Die niederländische Zeitung NRC Handelsblad schreibt ebenfalls von einem ersten Durchbruch, erinnert jedoch auch daran, dass noch keine Einigung darüber bestehe, wie viel und wo im belgischen Haushalt gespart werden wird. Financial Times schreibt auf ihrer Webseite, dass die Zinsen auf belgische Staatsanleihen am Donnerstagmorgen nicht gesunken seien. Demnach, so das Blatt, warten die Finanzmärkte noch ab.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt in ihrer Online-Ausgabe, dass sich in Belgien nach 15 Monaten in der Regierungskrise erstmals eine überraschende Wende abzeichne, denn man habe sich auf einen Kompromiss in der umstrittensten politischen Frage des Landes einigen können, eine Fragen die sich im Kern vor allem um das Wahlrecht im Umland der belgischen Hauptstadt drehe.

Bei tagsschau.de auf der ARD-Webseite lautet der Titel: "Belgier erreichen 'entscheidende Etappe‘“. Mehr als 15 Monate nach der Parlamentswahl seien sich die Parteien im Streit über eine Regierungsbildung nähergekommen. Die ARD beruft sich in ihrem Online-Bericht auf Meldungen der belgischen Webkollegen von Le Soir.

Die Webseite der österreichischen Tageszeitung Der Standard titelt: "Neue Regierung nach 15 Monaten in Sicht“ und zitiert aus der Erklärung von Belgiens Regierungsbildner Elio Di Rupo (PS) in der es heißt, dass insbesondere hinsichtlich der das Brüsseler Umland betreffenden unterschiedlichen Aspekte ein Konsens erzielt worden sei.