Seychellen liefern Pompei-Piraten aus

Die Seychellen liefern in Kürze einen zweiten der Piraterie verdächtigen Somali an Belgien aus. Der Mann steht im Verdacht an der Entführung des belgischen Baggerschiffs Pompei 2009 im Golf von Aden beteiligt gewesen zu sein.

Nach Abgaben der belgischen Staatsanwaltschaft stimmen die Fingerabdrücke des auf den Seychellen ebenfalls wegen Piraterie verhafteten Somaliers mit denen, die auf der Pompei nach der Kaperung gefunden wurden, überein.

Wenn der Mann an Belgien ausgeliefert worden ist, ist er der zweite Pirat aus Somalia, der im Zusammenhang mit der Kaperung und Entführung der Pompei vor ein Gericht in unserem Land gestellt wird.

Ein erster in Belgien verurteilter Pirat (Foto), der seinerzeit von der Besatzung eines belgischen Marineschiffs am Horn von Afrika verhaftet worden war, muss für 10 Jahre hinter Gitter. Das erstinstanzliche Urteil liegt vor und wird wahrscheinlich in diesen Tagen in Berufung bestätigt.

Am 18. April 2009 war das belgische Baggerschiff Pompei im Golf von Aden gekapert und entführt worden. Das Schiff des international operierenden belgischen Baggerunternehmens Jan De Nul verschwand damals für 70 Tage vor der somalischen Küste. Die 10köpfige Besatzung, darunter zwei Belgier, wurde nach dieser langen Zeit nach der Zahlung von 2 Millionen € freigelassen.