Erfolgreiche Belgier in der Europa League

Standard Lüttich, RSC Anderlecht (Foto) und Club Brügge haben am Donnerstagabend in der Europa League wichtige Punkte erzielt. Lüttich holte gegen Hannover 96 einen Punkt mit einem torlosen Remis und Anderlecht und Club gewannen ihre Spiele.

Standard Lüttich konnte in seinem ersten Spiel in der Gruppenphase in Hannover eine Niederlage vermeiden. Zwar war Hannover 96 die bessere Mannschaft, doch die Gäste aus der Ardennenmetropole ließen keine Tore zu.

Dieses Unentschieden aus einem eher mäßig interessanten Spiel in der hannoverschen AWD-Arena ist für Standard vor dem Rückspiel im eigenen Stadion viel wert.

Nur muss die Verteidigung der "Rouches" weiter so gut auf Hannovers Goalgetter Jan Schlaudraff (Foto) aufpassen. Der war am Donnerstagabend der gefährlichste Gegner der Lütticher.

In der Gruppe B teilen sich Standard Lüttich und Hannover 96 den zweiten Tabellenplatz. Der FC Kopenhagen führt nach einem 1:0-Sieg gegen Vorskla Poltava aus der Ukraine.

Müheloser Sieg für Brügge

Gegen NK Maribor holten die Brügger vor eigenem Publikum die ersten drei Punkte auf europäischer Ebene. Der slowenische Tabellenführer war schon vor der Pause ausgezählt Schon nach acht Minuten knackte Odjidja (Foto) die Verteidigung der Gäste zur 1:0-Führung und nach weiteren 25 Minuten legte Dirar die Entscheidung fest. Die zweite Halbzeit war die schon traditionelle "schlechte Spielhälfte“ von Brügge, doch Maribor profitierte von der Nachlässigkeit der Gastgeber nicht, auch wenn sich Gelegenheiten dazu boten.

In der Gruppe H führt Sporting Braga aus Portugal nach einem 1:3-Sieg gegen Birmingham City. Der britische Zweitligist, der über den englischen Liga-Cup in die Europa League kam, war für Braga zu keiner Zeit ein gefährlicher Gegner. Braga führt die Tabelle vor Brügge an, City ist Dritter und Maribor Letzter.

Hattrick von Suarez führt zum Sieg

Rekordmeister RSC Anderlecht verbuchte am Donnerstagabend gegen AEK Athen einen leichten 4:1-Sieg. Vor allem Suarez (Foto) glänzte im Spiel, nicht nur mit seinem Hattrick, sondern auch mit vielen weiteren Aktionen, die die Griechen zur Verzweiflung trieben.

Allerdings hatte die Schwäche von AEK auch eine Erklärung. In Griechenland hat die schwere Krise dafür gesorgt, dass die Erste Liga noch gar nicht gespielt hat. AEK Athen hat bisher in der laufenden Saison erst zwei kleine Pflichtspiele auf internationaler Ebene absolviert, während die belgische Jupiler-Liga schon längst in schönster Routine unterwegs ist.

In der Anfangsphase strauchelte Anderlecht fast, doch nach der ersten brenzligen Aktion war die Mannschaft wach und Suarez (Foto) und Jovanovic sorgten schnell für eine 2:0-Führung. Dann sorgte ein unglaublich schneller Anschlusstreffer der Gäste durch Leonardo für Furore, doch Suares stellte mit seinem 3:1 schnell wieder den alten Abstand her.

In der Schlussphase liefen die Griechen Sturm auf das Tor der Gastgeber, doch Anderlecht machte dicht. Am Ende tat Suarez was die Fans noch wollten. Er machte sein drittes Tor und sorgte für die Tabellenführung in der Gruppe L vor Lokomotive Moskau. Die Russen gewannen bei Sturm Graz mit 1:2. AEK, der alte Angstgegner von Anderlecht, steht am Tabellenende.