Fernsehen für gläubige Muslime

Am heutigen Sonntag geht erstmals ein Programm des Moslemfernsehens und -radios bei der VRT auf Sendung. Der Islam ist die sechste Weltanschauung, die eine Sendezeit bei der VRT bekommt. Vier Mal im Jahr bekommt der Moslemrundfunk eine Sendezeit beim Fernsehen und sieben Mal beim Radio.

Künftig dürfen Muslime eine Sendung durch Dritte beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk VRT bestücken.

Der Vorsitzende Mohammed Achaibi betont: "In erster Linie richtet sich die Sendung an die Moslemgemeinschaft in Flandern. Unser Publikum sind aber auch alle, die sich für die Geschichte des Islam interessieren und diese Geschichte aus dem Munde der Muslime hören wollen. Die Sendung kann zu einem objektiven Bild über die Muslimgemeinschaft in Flandern beitragen. Auch das breite Publikum ist bei uns willkommen."

Neben dem islamischen Rundfunkprogramm gibt es auch noch ein katholisches, ein  freisinniges, ein orthodoxes, protestantisches und ein jüdisches Programm. Die Muslime bekommen vier Stunden Sendezeit pro Jahr im Fernsehen und sieben Stunden im Radio.

Der Islam ist hierzulande schon seit 1974 eine anerkannte Religion, aber es hat lange gedauert, bevor es eine wirkliche Ansprechstelle gab: Jetzt gibt es die Moslemexekutive.