Die Sparer verlieren Geld durch die Krise

In den beiden vergangenen Jahren haben die belgischen Sparer rund 3,1 Milliarden € verloren. Nach Angaben der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd führt dies auf die historisch niedrigen Zinsen auf Sparkonten zurück, die die Banken unter dem Druck der Krise gewähren.

Der Grund für das verlorene Geld auf den Sparkonten der Belgier ist die Tatsache, dass Kapitalanlagen durch die allgemeine Banken- und Wirtschaftskrise weniger Zinsen einbringen oder erwirtschaften, als durch die Inflation in den vergangenen zwei Jahren verloren gingen.

Laut De Tijd haben die Sparer als Einzelpersonen durchschnittlich jeweils 280 € verloren, während Familien oder Haushalte bis zu 650 € abschreiben mussten. Die Ursache für diesen Umstand liegt in den historisch niedrigen Zinsen, die die Banken seit etwa Mitte 2009 auf Sparkonten gewähren.

Für die privaten Haushalte bedeutet das verlorene Spargeld eine deutliche Einbuße der Kaufkraft, ein Umstand, den man nicht unterschätzen sollte. Schon jetzt muss zum Beispiel der Urlaubs- und Reisesektor Mindereinnahmen verkraften, da die Belgier seltener in Urlaub fahren und dabei auch noch weniger Geld ausgeben.