Janssen wollte seinen Vater umbringen

Der in Tongeren wegen mehreren Morden vor Gericht stehende Lehrer und Familienvater Ronald Janssen hat in einem Verhör gegenüber Ermittlern erwähnt, dass er als Kind versucht habe, seinen Vater umzubringen. Als Kind habe er unter seinem brutalen Vater sehr gelitten, so Janssen.

Ronald Janssens Vater war nach Angaben seines heute vor Gericht stehenden Sohnes ein depressiver und aggressiver Tyrann, der ihn und seine Brüder regelmäßig verprügelte. Als Janssen 12 oder 13 Jahre alt war, wollte er seinen Vater loswerden und dachte sich eine List aus. Sein Vater war Diabetiker, darum musste er sich täglich Insulin einspritzen.

Ronald Janssen ersetzte das Insulin in einem der Fläschchen durch eine Lösung aus Wasser und Milch und achtete dabei nach eigenen Angaben sehr genau darauf, dass er dabei keine Fingerandrücke oder andere Hinweise hinterließ. Vater Janssen überlebte den Mordversuch damals. Allerdings hatte er dabei eine Zeit lang sein Bewusstsein verloren.

Dies erzählte Ronald Janssen im Zuge der Verhöre zu den ihm vorgeworfenen Morden an drei Jugendlichen den ermittelnden Polizisten, wie unser Haus, der flämische Rundfunk VRT, aus gut unterrichteter Quelle vernahm.