Moody’s stuft Raking der KBC herunter

Das Ratingbüro Moody’s hat die Kreditwürdigkeit der belgischen KBC Bank herabgestuft. Moody’s ist der Ansicht, dass die KBC möglicherweise nicht in der Lage ist, bis 2013 zahlungsfähig zu bleiben. Das Ratingbüro glaubt, dass die Bank ihre staatlichen Hilfsgelder aus der Bankenkrise 2008 nicht schadlos zurückzahlen kann.

2008 halfen die belgische Bundesregierung und die flämische Landesregierung der KBC mit Krediten aus der öffentlichen Hand, um die damalige Banken- und Kreditkrise zu überwinden. Diese Gelder werden zurückgezahlt.

Doch ob die KBC-Allfinanzgruppe diese Rückzahlungen schadlos überlebt und dabei zahlungsfähig bleibt, wagt Moody’s zu bezweifeln.

Für Moody’s sackt die KBC Bank von der Bewertungsstufe Aa3 auf A1 ab. Die KBC-Gruppe wird von A1 auf A2 herabgestuft. Fitch und Standard & Poor’s stuften die KBC Bank schon vor einiger Zeit auf A1 herab.

In den Augen der Ratingagentur zieht sich der Desinvestitionsplan der KBC zu lange hin. Die derzeitige Marktlage könnte sich auf den Verkauf von Teilen der Gruppe negativ auswirken.

Allerdings mutet die Entscheidung von Moody’s für Laien seltsam an, denn gleichzeitig bescheinigt die Ratingagentur der KBC ein solides finanzielles Fundament. Zudem stehe die Bank in Belgien und bei ihren Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa auf einem sehr starken Fundament.

Citigroup: "Verkaufen Sie belgische Staatsanleihen!"

Analysten der Citigroup im Bankenzentrum von London haben ihrer Kundschaft ein Schreiben zukommen lassen, in dem sie vor belgischen Staatsanleihen warnen. "Es wird warm in Belgien. Wird das Land bald aus dem Schatten Italiens treten?“, heißt es in dem Rundbrief. Allerdings scheint diese Analyse längst überholt, denn die Citigroup warnt vor der politischen Krise in unserem Land.

Das es bei den Verhandlungen zur Regierungsbildung bereits zu wichtigen Einigungen gekommen ist, z.B. die Spaltung des Wahlbezirks Brüssel-Halle-Vilvoorde, ist den Londoner Bankern offenbar entgangen.

Doch im täglichen "morning call“ der Citigroup vom gestrigen Tage, in dem geraten wird, sich auch kurzfristig und mit Verlust von belgischen Staatsanleihen zu trennen, ist die Rede von "einem nicht neuen Mangel an Einigkeit in Belgien und von wenigen bleibenden Optionen“, wie die Wirtschaftsredaktion der flämischen Tageszeitung De Morgen lesen musste.