Wirtschaftskrise: Belgier sparen

Die Wirtschaftskrise hat noch immer großen Einfluss auf die belgische Bevölkerung. Einer Studie des Forschungs- und Informationszentrums der Verbraucherorganisation (OIVO) zufolge, verminderten die Konsumenten seit 2008 ihre Ausgaben im Familienbudget.

Der OIVO zufolge habe 39 Prozent der 700 Personen, die im Juli befragt wurden, angegeben, dass sie in den vergangenen sechs Monaten weniger Geld für Reisen ausgegeben hätten. Das ist der größte Anteil seit die Verbraucherorganisation 2008 mit  der Umfrage begann. Auch die Ausgaben für Kleidung (38 Prozent), elektrische Haushaltsgeräte (43 Prozent) und Telekommunikation (37 Prozent) seien im letzten halben Jahr stark zurückgegangen.

Einer von drei Verbrauchern hat in diesem Zeitraum auch den Gürtel beim Nahrungsmittelkauf und bei seiner Gesundheitssorge enger geschnallt.

Im Vergleich zum Beginn der Krise wird nun vor allem bei den Energie-Ausgaben, beim Ausgehen und bei der Nutzung des Autos gespart. Andere Ausgabenposten, bei denen die Familien sparen, sind "Reisen", "Kleidung" und "Freizeitaktivitäten".

Die OIVO betont auch, dass nicht alle Verbraucher gleicht hart betroffen sind. Die weniger bemittelten sozialen Gruppen, die die Folgen schon seit Beginn der Krise 2008 stark spürten, sind auch diejenigen, die in den letzten Monaten am schwersten getroffen wurden. Bei ihnen müssen so gut wie alle Ausgabenposten in ihrem Familienbudget daran glauben. Allein die sozialen Gruppen mit höherem Einkommen sagen, dass sie ihre Konsum- und Spargewohnheiten nicht verändert hätten.