Belgiens Geschäftsklima verschlechtert

Das belgische Geschäftsklima hat sich im September zum sechsten Mal in Folge eingetrübt. Das teilte die Belgische Nationalbank (BNB) am Freitag mit. Der von ihr ermittelte Index sank um 1,6 Punkte auf einen Stand von minus 9,4.

Volkswirte hatten einen etwas milderen Rückgang auf minus 9,0 prognostiziert, nachdem der Index im August bei minus 7,8 notiert hatte. Den Angaben der Notenbank zufolge sind die Unternehmen vor allem über die Entwicklung der Nachfrage besorgt.

Besonders der Einzelhandel gab sich im September deutlich pessimistischer als noch im Vormonat. Aber auch die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes sowie der unternehmensbezogenen Dienstleistungen äußerten sich negativer und zogen damit das Ergebnis Sammelindex nach unten.

Obwohl Belgien lediglich rund 4% zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone beiträgt, wird der Geschäftsklimaindex weithin beachtet. Dies liegt vor allem am hohen Offenheitsgrad der belgischen Volkswirtschaft, darüber weist das Land einen verhältnismäßig hohen Anteil an Herstellern von Vorleistungsgütern auf. Ökonomen attestieren dem Index eine etwa vierteljährige Vorlauffunktion für die Eurozone. Zur Ermittlung des Geschäftsklimas befragt die belgische Notenbank rund 6.000 Führungskräfte. (Quelle: Dow Jones)