Respect United: Fußball gegen Rassismus

'Respect United' ist am Montag auf einer Pressekonferenz in den Gebäuden des belgischen Fußballbundes (KBVB) offiziell aus der Taufe gehoben worden.

Es handelt sich um einen neuen (fiktiven) Fußballverein mit elf bekannten Botschaftern, die Respekt vor der Verschiedenheit in der gesamten Gesellschaft zollen wollen.

Einige dieser Botschafter sind der Verbandstrainer Georges Leekens (großes Foto), die scheidende Innenministerin Annemie Turtelboom (kleines Foto) und der Schiedsrichter Jérôme Efong Nzolo. Sie unterzeichneten eine Charta mit elf Regeln, um gegen Rassismus im Fußball vorzugehen und Diversität und Respekt in den Mittelpunkt zu rücken.

In den vergangenen Wochen war der belgische Fußball mehrere Male negativ in den Schlagzeilen. Man denke nur an die verletzenden "Fukushima"-Sprechchöre einiger Beerschot-Fans an die Adresse von Lierse-Torwart Eiji Kawashima und die anti-wallonischen Sprechchöre ("Les Wallons, c'est du caca") von Fans des Champions Genk in Richtung Standard.

Damit solche negativen Dinge nicht wieder passieren, haben sich die Fußballzelle des Innenministeriums, die Pro League, der belgische Fußballbund, das Zentrum für gleiche Chancen und Rassismusbekämpfung, die Community-Tätigkeit von Beerschot, das Antwerpener Minderheitenzentrum de8 und Friendly Foot zusammengetan und gründeten Respect United.

Am Wochenende des 1. und 2. Oktober werden alle Erste-Klasse-Vereine die Aktion konkret unterstützen. Die Jugendspieler tragen dann das Logo von Respect United auf dem Feld und es wird ein Statement im Stadion verlesen. Mit einer ähnlichen Aktion zeigen auch die Nationalspieler von den Roten Teufeln ihre Solidarität während der EM -Qualifikation-Interland am Freitag, 7. Oktober, im König-Boudewijnstadion gegen Kasachstan.