Schon wieder löste Paket Alarm bei IKEA aus

Die IKEA-Niederlassung im Brüsseler Stadtteil Anderlecht wurde vorübergehend geräumt, nachdem in dem schwedischen Möbelhaus ein verdächtiges Päckchen gefunden worden war. Der Minenräumdienst der Armee, Dovo, untersuchte das Päckchen, das sich als ungefährlich herausstellte. Kurz nach 13 Uhr wurde der Alarm wieder aufgehoben.

Das verdächtige Paket wurde auf dem Parkplatz, Niveau -1, bemerkt. Kunden und das Personal mussten das Gebäude verlassen und DOVO, der Minenräumdienst der Armee, wurde hinzugezogen, um das Paket zu untersuchen. DOVO stellte fest, dass der Inhalt des Päckchens ungefährlich war. Laut dem Anderlechter Bürgermeister Gaëtan Van Goidsenhoven (MR) sei in dem Paket eine Waage gewesen.

Kurz nach 13 Uhr wurde der Alarm wieder aufgehoben und durften das Personal und die Kunden wieder ins Geschäft. Der Inhalt des Pakets wird nun auf Fingerabdrücke hin untersucht.

Nach verschiedenen Zwischenfällen mit kleineren Explosionen hat IKEA in den vergangenen Monaten seine Sicherheitsvorkehrungen in allen europäischen Filialen deutlich verschärft.

Am 30. Mai wurde IKEA in Gent nach zwei kleinen Explosionen evakuiert. Man hat später zwei in Milchkannen verpackte Wecker unter Paletten gefunden. In den IKEA-Geschäften in der niederländischen Stadt Eindhoven und der französischen Stadt Lille hatte es ähnliche Explosionen gegeben.

Am 11. Juni wurden übrigens bei einem Sprengstoffanschlag in einer Niederlassung in der deutschen Stadt Dresden zwei Menschen leicht verletzt. Der letzte Zwischenfall ereignete sich am 2. September in einem IKEA-Geschäft in der Nähe der tschechischen Hauptstadt Prag. Dort wurden Sprengkörper gefunden, die entschärft werden mussten.

Nach der Anschlagserie auf Filialen in ganz Europa gab der schwedische Möbelriese am 21. September zu, Opfer einer Erpressung zu sein.