Was verändert sich ab dem 1. Oktober?

Am heutigen Samstag, 1. Oktober beginnt ein neuer Monat und damit sind traditionell auch einige Veränderungen verbunden. Eine Übersicht.

Aussicht auf großen Lottogewinn wird kleiner

Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte hat die Lottogesellschaft ihr Zahlengitter geändert. Die Gewinnchancen, einen Sechser im Lotto zu tippen, verändern sich dadurch von 1 zu 5.245.786 auf 1 zu 8.145.060. Bei jeder Ziehung kann mindestens eine Million Euro in Rang 1 gewonnen werden. Hat niemand die richtige Zahlenkombination wird der Jackpot auf die nächste Ziehung übertragen. Ziehungen sind immer am Mittwoch oder am Samstag. Der Jackpot von Mittwoch wird dann also auf den von Samstag übertragen und der von Samstag auf Mittwoch.

Die Bonuszahl ersetzt die frühere Zusatzzahl und ist in vier Gewinnrängen gültig. Sie gewinnen also nicht nur mit 5 richtigen Zahlen + Bonuszahl, sondern auch mit 4 richtigen Zahlen + Bonuszahl, 3 richtigen Zahlen + Bonuszahl und sogar mit 2 richtigen Zahlen + Bonuszahl. Mit diesem neuen niedrigsten Rang (2+) gewinnen Sie 3 Euro. Damit steigt Ihre Chance, etwas zu gewinnen von 1 zu 34 auf 1 zu 25,4. Spielen kann man von nun ab für 1 Euro pro Gitter. Sie müssen also nicht mehr mindestens zwei Gitter ausfüllen.

Prämie für elektrische Fahrräder in Brüssel

Die Stadt Brüssel gewährt eine Prämie für den Kauf eines elektrischen Fahrrads oder eines Elektromotors für ein Fahrrad. In den Genuss dieser Prämie kommen jedoch nur Menschen, die mindestens seit einem Jahr in Brüssel wohnen.

Die Prämie beträgt 25 Prozent des Ankaufspreises und ist je nach Einkommen begrenzt. Die Prämie beträgt maximal 300 Euro für ein Bruttoeinkommen von maximal 30.000 Euro pro Jahr für eine allein lebende Person oder 45.000 Euro für eine Familie. Menschen mit einem höheren Einkommen erhalten höchstens 200 Euro. Keine Prämie gibt es, wenn das zu versteuernde Bruttoeinkommen über 60.000 Euro pro Jahr beträgt. Für die Elektrozusatzgeräte, die an einem Fahrrad angebracht werden können, beträgt die Prämie 150 Euro oder 100 Euro je nach Einkommensgrenze.

Strengeres Vorgehen gegen Ladendiebstahl in Antwerpen

Ab dem 1. Oktober führt die Staatsanwaltschaft im gesamten Arrondissement Antwerpen eine direkte gütliche EInigung bei Ladendiebstahl ein. Dadurch wird es möglich, die Täter unmittelbat finanziell zu belangen.

Dieses neue Vorgehen hat sich Antwerpen von Hasselt abgeguckt. Dort gibt es das System der direkten gütlichen Einigung bei Ladendiebstahl schon. Dem belgischen Handels- und Dienstleistungsverband Comeos zufolge koste Ladenkriminalität den belgischen Handel jährlich eine Milliarde Euro. Der erwischte Dieb muss dem Händler den Schaden ersetzen und muss zusätzlich ein Bußgeld bezahlen. Bei Diebstählen über 300 Euro bleibt das gerichtliche Schnellverfahren bestehen, das 2010 in Antwerpen eingeführt wurde.

Französischer Strafzettel in belgischem Postkasten

Am 1. Oktober tritt auch ein bilaterales Abkommen für den Datenaustausch bezüglich Verkehrsvergehen zwischen Belgien und Frankreich in Kraft. Dadurch bleibt ein Verkehrsvergehen, das man in Frankreich begangen hat, nicht länger ungestraft.

Früher war das häufig der Fall, weil die Polizei das belgische Fahrzeug nicht identifizieren konnte, das wegen Geschwindigkeitsübertretung oder wegen des Überfahrens einer roten Ampel in Frankreich geblitzt wurde.

Weniger Geld für Grünstromzertifikate in Flandern

Für 1000 kWH Strom aus Solarzellenplatten bezahlt die flämische Regierung Grünstrom-Zertifikate. Der Wert der Zertifikate sinkt für Installationen, die ab dem 1. Oktober in Betrieb gnommen werden. Sie bekommen 20 Jahre lang 270 Euro pro Zertifikat. Am 1. Juli war der Wert bereits auf 300 Euro pro Zertifikat gesunken. Für die bereits bestehenden Installationen verändert sich nichts.

Vorübergehende Arbeitslosigkeit elektronisch anmelden

Arbeitgeber, die einen Antrag zur vorübergehenden Arbeitslosigkeit einreichen, können das ab dem 1. Oktober nur noch elektronisch machen. Seit zehn Jahren kann man das elektronisch, aber bislang gab es parallel hierzu auch die Möglichkeit eines Antrags auf Papier, den man per Einschreiben oder mit dem Fax sandte. 

Der Antrag auf Papier ist künftig nur noch in Ausnahmefällen zulässig.