Aufpassen, Buckelwal in belgischer Nordsee!

Etwa 25 Kilometer vor der Küste von Zeebrügge ist der erste lebende Buckelwal vor unserem Land gesehen worden. Das Königlich Belgische Institut für Naturwissenschaften (KBIN) wandte sich am Samstagabend an die Küstenwache Ostende, damit diese die Schifffahrt darüber informiert.

Der Buckelwal ist am Samstag auf der Höhe der Thorntonbank, unweit des C-Power Turbinenparks, etwa 25 Kilometer vor der Küste von Zeebrugge entdeckt worden.

Es handelt sich um ein Jungtier, so geht aus Bildmaterial der VRT hervor. Buckelwale können bis 15 Meter lang werden und bis zu 30 Tonnen wiegen.

Die Säugetiere verbringen häufig den Frühling und den Sommer in nahrungsreichen und kühlen nördlichen Gewässern. Im Herbst ziehen sie in tropisches Wasser, um sich zu paaren und  zu kalben.

"Diese Art ist besonders durch Zusammenstöße gefährdet", so Jan Haelters (KBIN). "Deshalb alarmieren wir die Küstenwache Ostende, so dass die Schiffe langsamer fahren können und vorsichtig sind."

Buckelwale gibt es in allen Weltmeeren. Sie sind jedoch im südlichen Teil der Nordsee besonders selten. "Nach der Einstellung der Jagd auf diese Tiere erholen sie sich langsam wieder und vielleicht kämpfen die Buckelwale mit Nahrungsmittelknappheit in ihren üblichen Nahrungsmittelgebieten."

Für Belgien ist es das erste mit Sicherheit festgestellte lebende Exemplar. In den Jahren 2006 (Nieuwpoort) und 1751 (Blankenberge) wurden tote Buckelwale angespült.

Seit 2003 sind insgesamt fünf Buckelwale vor der niederländischen Küste gesehen worden und einige sind auch vor der französischen Küste entdeckt worden.

"Es handelt sich wahrscheinlich um ein Tier, das bislang noch nicht vor der niederländischen Küste gesehen worden ist. Buckelwale haben jeweils unterschiedliche Rückenflossen, aber diese wurde noch nicht fotografiert."