Plagiat: Klaute Beyoncé bei "Rosas"?

"Rosas", das Tanztheater der weltberühmten belgischen Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker, unternimmt juristische Schritte gegen die amerikanische Popsängerin Beyoncé. "Rosas" wirft ihr vor, in ihren Videoclip zu "Countdown" Fragmente aus der Produktion "Rosas danst Rosas" kopiert zu haben.

Johanne Debie, die Sprecherin von "Rosas“ sagte dazu, dass es im vorliegenden Fall bei weitem nicht nur um Inspiration geht: "In dem Videoclip werden Fragmente aus der Verfilmung, die Thierry De Mey 1984 über diese preisgekrönte Vorstellung machte, nahezu exakt kopiert.

Der Clip von Beyoncé zu "Countdown“ zeigt zudem auch Material aus dem Tanzfilm "Achterland“. Anne Teresa De Keersmaeker selbst reagierte darauf in der Tageszeitung De Morgen und stellte fest, dass man sogar das Dekor, ein heruntergekommenes Lagerhaus, kopiert habe:

"Ich wusste nichts davon. Das ist einfach nur Diebstahl, pures Plagiat. Nicht nur die Tanzschritte, sondern auch Kostüme und die Tanzschule stimmen überein. Das ist grob und man macht sich nicht einmal die Mühe, dieses Plagiat zu tarnen. Beyoncé geht wohl davon aus, dass wenn man erst einmal so bekannt ist, wie sie, dann darf man sich alles erlauben.“

Nach Angaben von "Rosas“-Sprecherin Debie habe die Tanzcompagnie dazu keine Zustimmung erteilt und beauftragte ihren Juristen, das Management von Beyoncé von dem Sachverhalt zu unterrichten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Beyoncé Plagiat vorgeworfen wird. So kopierte sie auch schon Mal Spezialeffekte aus einer Show der italienischen Popsängerin Lorella Cuccarini und sie übernahm komplette Textzeilen der amerikanischen r&b-Sängerin Jennifer Armour für ihren Song "Baby Boy“.