Viele Flamen leben an der Armutsgrenze

Die Zahl der Menschen, die im belgischen Bundesland Flandern am Rande der Armut leben müssen, steigt kontinuierlich. In den vergangenen Jahren stieg auch die Zahl derer, die trotz Arbeit ihre Mieten oder Stromrechnung nicht mehr alleine begleichen können.

Im vergangenen Jahr zählte Flandern fast 50.000 Personen, die mit einem Mindesteinkommen auskommen müssen. Das entspricht einem Anstieg um 13 % gegenüber dem Vorjahr. Nach Berechnungen der Vereinigung der Flämischen Städte und Gemeinden (VVSG) müssen die öffentlichen Sozialhilfezentren (OCMW) auch immer öfter Privathaushalte finanziell zur Seite stehen, die ihre Grundkosten, wie Miete, Strom und Gas, nicht mehr alleine begleichen können.

Nathalie Debast von der VVSG sagte am Montagmorgen dazu gegenüber dem VRT-Frühstücksradio, dass in den vergangenen Jahren deutlich mehr Personen mit dem staatlichen Mindesteinkommen rundkommen müssen: "Aber, bei der finanziellen Hilfe für Bedürftige geht es schon lange nicht mehr nur um die Empfänger von Mindesteinkommen.

Mittlerweile bitten und auch viele Rentner und Personen, die einen Lohn aus Arbeit beziehen um Unterstützung und auch andere Personen, die die eine oder andere Sozialhilfe beziehen. Viele dieser finanziellen Unterstützungen oder Löhne sind heute zu niedrig, um Basiskosten, wie Miete und Energie bezahlen zu können. Diese Personen wenden sich dann an die Sozialhilfezentren, die ihnen dann bei der Begleichung ihrer Rechnungen helfen.“

Die öffentlichen Sozialhilfezentren in Flandern fordern denn auch an diesem Welttag gegen die Armut eine Anhebung der niedrigsten Einkommen und der Sozialhilfeleistungen.