"Wir freuen uns auf die Tour in Belgien"

In Paris ist die 99. Tour de France vorgestellt worden. Große Überraschungen gab es nicht mehr, denn aufgrund einer technischen Panne war ein Teil der Route letzte Woche bereits für wenige Minuten auf der offiziellen Homepage veröffentlicht worden. Tourdirektor Christian Prudhomme (kleines Foto) hofft auf eine "offene" Tour. "Mindestens fünf oder sechs Etappen dürften für ein Feuerwerk sorgen."

"Wir haben versucht, Etappen auszusuchen, bei denen jeden Tag etwas passiert", erklärt Christian Prudhomme. "Wir hoffen auf schöne Etappen in den Vogesen und im Jura und entlang der Küste."

Die Tour de France hat für 2012 nur drei Bergankünfte, dafür aber einen Prolog und zwei lange Einzelzeitfahren geplant. Das scheint eher zum Vorteil von Cadel Evans und Alberto Cantador zu sein als der Brüder Schleck. "Wir wollen nicht nur den Bergfahrern eine Chance einräumen, die Tour zu gewinnen."

Nach dem Start in Lüttich soll das wichtigste Radrennen der Welt vom 30. Juni bis 22. Juli über insgesamt 3.479 Kilometer nach Paris führen. Zur Route gehört auch ein Abstecher in die Schweiz.

Prudhomme ist froh, dass die Tour genau wie 2004 in Lüttich beginnt. "Es ist immer ein Freude mit der Tour in Belgien zu sein", sagt der Tourdirektor. "Mit dem 'Wallonischen Pfeil' und 'Lüttich-Bastogne-Lüttich' sehen wir jedes Mal wieder den unglaublichen Enthusiasmus und die Fachkenntnis der Belgier."

"Der Prolog in Lüttich führt über den gleichen Parcours wie vor acht Jahren. Entlang der Straßen in Lüttich kann das Publikum die Tour wieder genießen." 2004 gewann Cancellara den Prolog in Lüttich.