Koalitionspartner besprechen die Renten

Regierungsbildner Elio Di Rupo (PS) bespricht derzeit mit seinen Koalitionspartnern die Themen Renten und Arbeit. Klar ist bisher nur eines, nämlich dass das gesetzliche Rentenalter in Belgien bei 65 Jahren bleibt. Allerdings werden Frührenten und Vorruhestand erschwert.

Das Grundlagenpapier des designierten Premierministers Elio Di Rupo (Foto) sieht vor, dass es Arbeitnehmern, die in Frührente gehen wollen oder die die eine oder andere Möglichkeit des Vorruhestands in Anspruch nehmen wollen, in Zukunft schwerer gemacht wird.

Wer allerdings länger als das gesetzliche Rentenalter von 65 Jahren arbeiten will, dem sollen keine Steine in den Weg gelegt werden. In verschiedenen Bereichen wird es stufenweise zu Anpassungen kommen. So werden die Pensionen für Beamte sukzessive nicht mehr auf Basis der Gehälter der letzten fünf Laufbahnjahre berechnet, sondern auf 10 Jahre Berufskarriere.

Die Mindestrente soll allerdings jährlich um 2 % angehoben werden, wie das Papier vorsieht. Im Bereich Arbeit versuchen die liberalen Parteien die steuerliche Belastung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber in den Koalitionsverhandlungen zu senken. Die flämische Open VLD und die frankophone MR sind dagegen, dass der Haushalt 2012 nur durch Steuererhöhungen und zusätzliche Belastungen in allen Bereichen ausgeglichen werden soll.