Brüsseler Baufirmen stellen ein

Brüsseler Baufirmen, die im Bereich des nachhaltigen Bauen aktiv sind, wollen innerhalb von drei Jahren mehr lokale Arbeitskräfte anwerben, um eine Antwort auf die Herausforderungen der Bevölkerungsexplosion in der belgischen Hauptstadt zu geben. Das geht aus der jüngsten Umfrage der Bauverbandes Brüssel-Hauptstadt hervor, die am Freitag präsentiert wurde.

Die Brüsseler Regierung wird Subventionen hierfür gewähren.

Die künftigen Arbeitsprofile, die der Brüsseler Bausektor sucht, sind vor allem die derzeit schon bestehenden so genannten Problemberufe. Bauunternehmen werben zur Zeit vor allem über Mund-zu-Mund-Propaganda an und auf Empfehlung ihrer eigenen Mitarbeiter. Danach werden die Spontanbewerbungen in Betracht gezogen und die Zeitarbeitsfirmen konsultiert, heißt es.

Da die Nachfrage nach Arbeitern im Bausektor größer geworden ist und aufgrund der großen Zahl Arbeitssuchender in Brüssel ist es wichtig, dass künfitge Arbeitnehmer gut ausgebildet werden.

Hierbei soll das Ausbildungszentrum "Baureferenzzentrum" eine wichtige Rolle spielen. "2010 wurden über das Baureferenzzentrum 400 Personen ausgebildet. Für 2011 sind über 4 Millionen Euro zustäzliche Mittel zur Verfügung gestellt worden. Das Ausbildungsangebot im Ökobau wurde stark erweitert", so Staatssekretär Emir Kir (PS), der für die Berufsausbildung zuständig ist.

Damit auch noch die Wettbewerbsfähigkeit erhöht wird, ist das Bündnis Beschäftigung-Umwelt-nachhaltiges Bauen ins Leben gerufen worden, das die Unterstützung der Brüsseler Regierung genießt. "Dieses Bündnis will den Sektor bei seinem Übergang zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, indem bestehende Jobs erhalten, aber auch neue geschaffen werden", führt Benoît Cerexhe, Minister für Beschäftigung und Wirtschaft, noch an.