Mol wird Silizium für Firmen in China bestrahlen

Das Studienzentrum für Atomenergie in Mol (SCK-CEN) hat während des Delegationsbesuchs von Prinz Philippe in China einen wichtigen Vertrag zur Bestrahlung von Silizium unterzeichnet. Einer der größten Spieler auf diesem Markt, Tianjin Huan-Ou Semiconductor Material & Technology, hat einen dreijährigen Vertrag mit dem SCK abgeschlossen. Das meldet das Studienzentrum am Montag.

"Gedoptes" Silizium ist reines Silizium mit einer minimalen Hinzufügung eines verwandten chemischen Elements. Durch Bestrahlung gedoptes Silizium ist die ideale Halbleiter für unter anderem Windturbinen, Sonnenenergieapplikationen, hybride Fahrzeuge und Hochgeschwindigkeitslokomotiven. 

Silizium auf sehr homogene Weise mit chemischen Elementen anzureichern, geht nur durch Bestrahlung in einem Forschungsreaktor wie dem BR2-Reaktor des Studienzentrums für Atomkraft in Mol. Das SCK investierte gerade noch in eine Verdoppelung der Bestrahlungskapazität für Silizium,  weil es mit  einer wachsenden Nachfrage nach so genanntem  gedopten Silizium rechnet.

Außer dem neuen Vertrag gebe es auch noch Gespräche mit anderen chinesischen Unternehmen, heißt es bei SCK. Auch japanische Kunden des Zentrums würden ihre Aufträge steigern.

"Derzeit liefert das SCK 20 Prozent der Weltproduktion und die Tendenz ist steigend", so das SCK. "Für uns bedeutet der Durchbruch in China, dem größten Halbleiterproduzenten der Welt, eine Bestätigung unserer führenden Rolle in diesem Bereich."