Sachverständiger soll Lärm Kinderbetreuung messen

Ein Friedensrichter in Asse (Flämisch-Brabant) hat die Klage einiger Nachbarn gegen eine außerschulische Kinderbetreuungsstätte voerst für unbegründet zurückgewiesen. Er will, dass ein Sachverständiger die mögliche Lärmbelästigung misst. Die Kosten hierfür soll die Partei übernehmen, die die Klage eingereicht hat.

Die Anwohner des Villenviertels Potteel hatten eine Klage wegen Lärmbelästigung durch eine Kinderbetreuungseinrichtung, einen Spielplatz und die Pfadfinder eingereicht. Den Anwohnern zufolge seien zu bestimmten Momenten über 100 Kinder in der Betreuungsstätte. Der Friedensrichter hat jedoch geurteilt, dass keine objektiven Messungen erfolgt seien, die die Belästigung aufzeigen könnten. Ein Sachverständiger soll jetzt die nötigen Messungen hierfür durchführen. Erst danach könne die Klage eventuell weiterbehandelt werden, hieß es.

Vor einiger Zeit fand in Asse noch ein Umzug zur Unterstützung dieser Kindertagesstätte statt.

Die Pfadfinder, die auch angeklagt wurden, seien laut ihres Anwalts Lieven Ral von der Lärmbelästigung frei gesprochen worden. Es seien keine Fehler von Seiten der Pfadfinder gemacht worden, die zur Lärmbelästigung hätten führen können. Das, so der Anwalt, sei das Urteil des Richters gewesen.

"Im Falle der Gemeinde Asse und des Vereins ohne Erwerbszweck Jugendarbeit hat der Richter beschlossen, einen Sachverständigen zu beauftragen, um der Sache weiter nachzugehen. Er ist zum Entschluss gekommen, dass zu wenig objektive Daten vorlägen, um die Sache zu schlichten."