Ladendiebstähle mit Gewalt nehmen zu

Die Zahl der Ladendiebstähle mit Gewalt hat sich in den vergangenen drei Jahren verdreifacht, wie Zahlen und Statistiken des Mittelstandverbandes UNIZO belegen. In erster Linie verlieren Kleinhändler und Geschäftsinhaber dadurch einen Teil ihres Einkommens.

Die am häufigsten von Einbrüchen oder gewalttätigen Diebstählen betroffenen Geschäfte sind in erster Linie Haushaltswaren- und HiFi-Läden, die auch Elektronikartikel im Angebot haben; Zeitungsläden und Lotto-Annahmestellen, die auch Zigaretten und Alkohol im Angebot haben und natürlich auch Juweliere.

Die Bandbreite ist recht groß und der Schaden, der dabei entsteht, liegt jährlich bei etwa 140 Millionen € in ganz Belgien. Das entspricht ungefähr 1,5 % des Umsatzes, den der Einzelhandel im Land erzielen kann. In Brüssel wurde ein Elektronikfachhandel innerhalb von nur drei Jahren 54mal von Überfällen oder Einbrüchen heimgesucht. 14mal musste dabei das Schaufenster neu verglast werden.

Dies mag ein besonders krasses Beispiel sein, doch der stetige Anstieg solcher Delikte beunruhigt den belgischen Mittelstandsverband UNIZO, der von Seiten der noch zu bildenden Bundesregierung im Zuge der Koalitionsverhandlungen neue Maßnahmen verlangt. Hilfe könnte schon eine zusätzliche Polizeipräsenz während der Ausverkaufsperioden und dem Weihnachts- und Neujahrsgeschäft bilden, so eine Forderung der gebeutelten belgischen Mittelständler.