Uni Hasselt erforscht hauchdünne Solarzellen

Die Universität Hasselt in Diepenbeek entwickelt derzeit im Rahmen eines umfassenden Projekts die Möglichkeit, sehr feine Sonnenzellen auf hauchdünne Träger aufdrucken zu können. Erste Ergebnisse wurden bei einem Fotovoltaik-Kongress in Diepenbeek vorgestellt.

An dem Fotovoltaik-Kongress der Universität Hasselt im Ortsteil Diepenbeek der limburgischen Provinzhauptstadt nehmen in diesen Tagen rtwa 180 Wissenschaftlern aus allen Teilen der Welt teil. In diesem Rahmen legte Professor Dirk Vandezande von der Fakultät für Werkstoff erste Ergebnisse der Arbeit seiner Fachschaft vor:

"Die Siliziumplatten, auf denen die heutigen Sonnenzellen aufgetragen werden, sind tausendmal dicker, als die Materialien, auf denen wir unsere Zellen aufdrucken. Wir arbeiten an Anwendungen, bei denen diese Solarzellen in einer Art Tinte verarbeitet werden, die danach über herkömmliche Inkjet-Drucker oder im Siebdruckverfahren auf die verschiedensten Träger aufgetragen werden können. Auf diesem Weg können Solarzellen auf große Rollen gedruckt werden, die auf großer Fläche ausgebreitet werden können.“

Noch ist diese Technologie nicht serienreif, um sie auf den Markt bringen zu können, wie die Hasselter Forscher erklären. Derzeit liegt die Effizienz noch unter der von herkömmlichen Sonnenpanelen und die Lebensdauer der neuen Formate ist mit rund 5 Jahren noch zu kurz. Würden diese dünnen Solarzellen bis zu 10 Jahre lang halten, könne man wettbewerbsfähig sein, so Prof. Vandezande. Preislich jedenfalls könnten sie unschlagbar werden. Klassische Solarzellen kosten auf herkömmlichen Trägern derzeit rund 10 Dollar. Die gedruckte Version die die Hasselter Uni entwickelt, wird mit 3 Dollarcent veranschlagt.