Coffeeshops in Zeeland dicht für Belgier

Die Coffeeshops in der niederländischen Provinz Zeeland verkaufen in Zukunft belgischen Drogentouristen keine leichten Drogen, wie Marihuana, Cannabis oder Haschisch mehr. Die Niederlande wollen sich so gegen die auftretenden Probleme, die Ausländer dadurch verursachen, wehren.

Belgier, die in den Coffeeshops in Vlissingen, Terneuzen, Breskens oder Goes in Zeeland weiche Drogen kaufen wollen, sind dort nicht mehr willkommen und werden nicht mehr bedient. Noch vor einigen Tagen wurden in Breskens 20 Belgier von der Polizei festgenommen, die nach Drogenkonsum für Lärmbelästigung sorgten. Auch in den Linienbussen zwischen Brügge in Flandern und grenznahen Orten im niederländischen Zeeland kommt es immer öfter zu Problemen.

Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden hatten die niederländischen Behörden in Den Haag darum gebeten, einzugreifen. Jetzt werden nur noch solche Kunden in den zeeländischen Coffieshops bedient, die einen niederländischen Ausweis und einen besonderen Pass haben.

Auch in der niederländischen Provinz Südlimburg, besonders in der Gegend um Maastricht, kommt es regelmäßig zu Problemen mit ausländischen Drogenkäufern und -konsumenten. Hier werden seit einiger Zeit offiziell Drogentouristen aus Frankreich nicht mehr bedient. Belgische Kiffer sind dort vorerst aber noch geduldet.