Kurzer Streik bei der belgischen Güterbahn

Die Lokführer der Gütersparte der belgischen Bahn haben eine Zeit lang ihre Arbeit niedergelegt. Die Lokführer des Cargodepots Antwerpen hatten am Donnerstagabend spontan einen Streik begonnen, der schnell um sich griff.

Die Antwerpener Lokführer des Cargobereichs hatten am Freitag aus Gründen ihrer schlechten Arbeitsbedingungen spontan ihre Arbeit niedergelegt.

Der Grund für diese Arbeitsniederlegung entstand konkret durch eine Form von Druck, die die Bahndirektion auf die Lokomotivführer ausübt, durch den sie dazu gebracht werden sollen, von der halbstaatlichen Bahngesellschaft NMBS/SNCB aus zur autonomen und privatwirtschaftlichen Cargogesellschaft NMBS/SNCB Logistics zu wechseln.

Dies nehmen die betroffenen Lokführer aber nicht so leichtfertig hin, denn dort herrschen angeblich längere Wochenarbeitszeiten und auch längere Arbeitstage. Zwar würden einige Lokführer sogar mit Dienstwagen gelockt, doch dies würde bedeuten, dass diese sich dazu bereit erklären, auch Güterzüge in Bahnhöfen und Depots zu übernehmen, die bis zu 75 km von ihren eigentlichen Standorten entfernt liegen.

Nach Angaben des führenden sozialistischen Gewerkschaftlers Jos Digneffe haben die Streikenden im Laufe des Freitagmorgens ihre Arbeit wieder aufgenommen und es sei wieder Ruhe eingekehrt. Doch, die Spannung bleibe hoch und das Thema sei weiterhin akut.