Asbest bei 9 von 10 Bauernhöfen

29/11/2011 – Bei schätzungsweise 9 von 10 Bauernhöfen in Flandern befindet sich Asbest in den gebräuchlichen Baumaterialien. Diese Zahlen stammen vom flämischen Umweltamt. Das heißt aber noch nicht automatisch, dass das gefährlich ist, sagen der Bauernverband und das Umweltamt - vorausgesetzt der Bauer ist vorsichtig.

In vielen Häusern, aber vor allem in Gebäuden von Bauernhöfen ist noch viel asbesthaltiges Material zu finden. In 9 von 10 Bauernhöfen, sagt ein niederländischer Bericht. In Flandern ist das nicht anders.

Umweltberaterin beim Bauernverband Iris Penninckx erklärt: “Ich werde keine Zahlen nennen, aber dass auf vielen Bauernhöfen noch asbesthaltiges Material ist, stimmt.“

Eine tatsächliche Gefahr und deshalb die absolute Notwendigkeit, eine spezialisierte Abbruchfirma hinzuzuziehen, die den Asbest auch gleich fachgerecht abtransportiert, besteht vor allem bei Isolationsmaterial mit Asbest.

„Asbest wird auch häufig als Isolationsmaterial für Rohre verwendet. Das ist viel poröser. Wenn man das anfasst, wirbelt es gleich viel Staub auf. In so einem Fall raten wir und das ist auch Vorschrift, das Ganze von einer spezialisierten Firma entfernen zu lassen.“

Daneben wurden häufig, vor allem auf Schweinezüchtereien, Asbestplatten als Dachbedeckung oder als Zwischenwände der Schweineställe verwendet. Die Asbestplatten kann der Bauer, wenn es sein muss, selbst entfernen, aber er muss sehr vorsichtig sein.

“Er darf nicht mit grobem Material, zum Beispiel Schleifrädern, dort herangehen und auch nicht das Material vom Dach in den Container werfen. Falls man dennoch schrauben muss, sollte man das Material vorher befeuchten, so dass man, falls man die Platte beschädigt, vermeidet, dass der Staub entweicht. Solange kein Staub entweicht, ist das kein Problem“, so Penninckx noch. „Solange die Platten nicht beschädigt sind, werden die Asbestfasern nicht freigesetzt.“