Ecuador: Mutmaßlicher Mörder eines Belgiers gefasst

In Ecuador wurde ein Mann verhaftet, der des Mordes an einem belgischen Touristen vor 8 Jahren verdächtigt wird. Bei dem Ermordeten handelte es sich um einen Mann aus Borgerhout, der mit dem Fahrrad auf Weltreise war, als er am 20. Juli 2003 in einem Weiler etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt Quito entfernt ausgeraubt und ermordert wurde.

Die mutmaßlichen Mörder, zwei Brüder von 14 und 18 Jahren, waren dem Gericht bekannt, aber wurden die ganze Zeit über in Ruhe gelassen. Da man in dem Fall offenbar nicht vorankam, reiste letzte Woche ein Gerichtsbeamter der Staatsanwaltschaft mit zwei Ermittlern nach Quito, um Druck auf die Justiz dort auszuüben. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist einer der beiden Verdächtigen festgenommen worden. Der andere Verdächtige war zuvor bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen.

Der Fall ist einer von siebzehn Straffällen mit belgischen Opfern im Ausland, die die belgische Staatsanwaltschaft übernommen hat, weil die ausländischen Instanzen zu wenig unternahmen. Es handelt sich vor allem um Entführungen und Morde in Afrika und Lateinamerika.