Südeuropäer suchen Arbeit in Belgien

Mehr und mehr Südeuropäer, wie Italiener, Griechen, Spanier (Foto) oder Portugiesen verlassen ihre Heimatländer und suchen ihr Glück im reicheren Norden der EU. Viele von ihnen suchen Arbeit in Belgien, wie die flämische Zeitung De Morgen herausfand.

De Morgen befragte dazu verschiedene Arbeitsvermittler im Land, sowohl die Arbeitsämter, als auch Zeitarbeitsvermittler. Diese stellen seit Beginn des Sommers eine Zunahme an Arbeitsuchenden fest. Randstad zum Beispiel registrierte rund 10 % mehr Anfragen von Italienern, Spaniern, Portugiesen und Griechen. Viele von ihnen suchen von ihrem Heimatland aus nach Arbeit in Belgien, zum Beispiel über international arbeitende Zeitarbeitsvermittler.

Nicht selten soll es sich dabei um sehr gut ausgebildete Arbeitsuchende handeln, die über gute Abschlüsse und reiche Berufserfahrung verfügen. Aber auch viele Studenten, die gerade ihre Abschlüsse gemacht haben, rechnen sich zu Hause kaum Chancen aus und versuchen im Norden Europas und in der belgischen und EU-Hauptstadt Brüssel ihr Glück.

Die wirtschaftliche Krise in ihren Ländern und eine durch zwingend notwendige Sparkurse vor Ort aussichtslos gewordene Jobsuche sorgen automatisch dafür, dass sich eine Süd-Nord-Bewegung am Arbeitsmarkt bemerkbar macht.