Türkisch-kurdische Krawalle in Antwerpen

In der vergangenen Nacht ist es in der Umgebung der Van Kerckhovenstraat in Antwerpen zu Zusammenstößen zwischen Türken und Kurden gekommen. Nach zwei kleineren Vorkommnissen in der vergangenen Woche waren diese Krawalle von massiver Art.

Gegen 22 Uhr am Samstagabend schlug die Antwerpener Polizei Alarm nach Meldungen von Schlägereien in der Van Kerckhovenstraat. Doch schnell kamen hunderte Jugendlicher türkischer und kurdischer Herkunft zusammen und die Polizei musste massiv auftreten, um die beiden Gruppen auseinander zu halten.

Dies gelang zunächst nur sehr schlecht und erst gegen 1 Uhr 30 kehrte wieder Ruhe ein, nachdem die Polizei Tränengas eingesetzt hatte. Im Zuge der Krawalle wurden mehrere Personen in polizeiliche Gewahrsam genommen, wie viele war am Sonntagmorgen allerdings noch unklar.

Diese nächtlichen Krawalle sorgten auch für große Sachschäden. So gingen Schaufensterscheiben und eine Bushaltestelle zu Bruch und Autos wurden beschädigt. Mehrere Personen wurden leicht verletzt, konnten die Krankenhäuser aber wieder verlassen. Gerüchte über eine Messerstecherei mit Verletzten bestätigten sich bisher nicht.

Unruhige Woche

Die Probleme begannen in der vergangenen Woche, als Unbekannte einen Molotowcocktail gegen ein türkisches Kulturzentrum in Antwerpen geworfen hatten.

Doch schnell wurde die kurdische Gemeinschaft in der Scheldemetropole beschuldigt.

Kurden, die gegen diese Beschuldigungen eine Petition im Atnwerpener Rathaus einreichen wollten, wurden in dieser Angelegenheit nicht angehört.

Bei anschließenden Rangeleien wurden rund 20 Personen kurzzeitig in Polizeigewahrsam genommen.