Immer mehr Kleinkriminalität in Brüssel

Die Straßenkriminalität in Brüssel ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Insbesondere Kleinkriminalität und Autoeinbrüche haben zugenommen.

Ilse Van de Keere von der Brüsseler Polizei zufolge sei diese Zunahme auf Drogenabhängige und sich illegal in unserem Land aufhaltende Personen, die stehlen, um zu überleben, zurückzuführen.

"Bei den Personen, die festgenommen werden, sehen wir, dass doch regelmäßig Algerier verhaftet werden, und das Problem ist, dass es mit diesem Land kein Abkommen gibt, das eine Auslieferung vorsieht. Diese Menschen bleiben also meistens hier."

Eine schnellere Entscheidung auf Asylanträge wäre wünschenswert, meint Ilse Van de Keere. "Letztlich sähe es die Polizei gerne, dass man den Menschen, die einen Antrag auf Asyl stellen, schneller antwortet und dass auch den Menschen, die illegal in unserem Land verbleiben, deutlicher geantwortet wird, so dass sie wissen, was möglich ist und was nicht."

Letzten Monat wurden in der Polizeizone Brüssel Hauptstadt-Elsene jeden Tag durchschnittlich 26 Fahrzeugeinbrüche begangen, fanden täglich 13 kleinere Diebstähle wie Handtaschenjackings statt und wurden jeden Tag 9 Diebstähle mit Gewalt begangen.

Wenn man den Zeitraum vom 1. Januar bis 1. November dieses Jahres mit dem von vorigem Jahr vergleicht, fällt auf, dass vor allem die Zahl der kleineren Diebstähle gestiegen ist.

Polizeichef Guido Van Wymersch betont in der Zeitung De Morgen, dass die strukturelle Lösung des Problems Straßenkriminalität bei der föderalen Regierung liege. "Sie muss für eine Politik sorgen, bei der Migranten wissen, woran sie sind. Die Menschen müssen Chancen bekommen, aber wir könnten selektiver bei der Auswahl sein, also wen wir zulassen oder nicht."

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