Streiks in öffentlichen Verkehrsbetrieben

In der Provinz Flämisch-Brabant, im so genannten "Pajottenland" im Westen von Brüssel, ist ein unangekündigter Streik bei den Busfahrern des Nahverkehrs-Unternehmens De Lijn ausgebrochen. Zudem streikt am Donnerstag das Personal der Ausbesserungswerke der belgischen Eisenbahn.

Die Busfahrer der De Lijn-Depots von Meerbeke und Dilbeek haben am Mittwochmorgen die Arbeit niedergelegt, nachdem bekannt wurde, dass einmal mehr einer ihrer Kollegen Opfer von Gewalt während des Dienstes geworden war.

Am Dienstagabend habe ein Reisender an der Haltestelle Weststation in Brüssel seine Fahrt mit einem 100 €-Schein bezahlen wollen, was der Busfahrer nicht akzeptieren wollte.

Im Zuge der dabei entstehenden Diskussion hatte der Reisende dem Busfahrer einige Schläge ins Gesicht versetzt. Die streikenden Busfahrer verlangen wiederholt mehr Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Arbeitsniederlegung dauert wohl den ganzen Tag.

Die Mitarbeiter der Ausbesserungswerke der belgischen Bahngesellschaft NMNS/SNCB haben einen 24 Stundenstreik angekündigt, der von Mittwochabend 22 Uhr bis Donnerstagabend 22 Uhr andauern wird.

Hier wird wegen drohender Stellenstreichungen im Zuge der Sparpläne der Bahn gestreikt, die laut Gewerkschaften hunderte Arbeitsplätze kosten könnten.

Die Gewerkschaften kündigten an, dass dieser Streik den Reiseverkehr in Belgien kaum beeinträchtigen werde, doch die Direktion der NMBS/SNCB geht davon aus, dass die Auswirkungen schon merkbar sein werden und warnte die Fahrgäste vor möglichen Problemen.