Brüsseler U-Bahn-Streik zu Ende

Samstagabend fuhr in Brüssel fast keine U-Bahn mehr, weil die U-Bahnfahrer spontan in den Arbeitsausstand getreten waren. Zuvor war eine Kollegin in der Metro-Station Eddy Merckx angegriffen worden. Sonntagmorgen hatte sich die Lage wieder stabilisiert.

Der Zwischenfall ereignete sich am Samstag gegen 18.00 Uhr auf Linie 5 Richtung Erasmus. Eine Familie mit Kinderwagen schaffte es nicht zeitig in die U-Bahn und blieb in der Tür stecken. Danach eskalierte die Situation, als die U-Bahnfahrerin ausstieg, um festzustellen, was das Problem war.

Sie wurde von dem Familienvater angeschrien und geschlagen. Die Frau war traumatisiert und musste von einem psychologischen Team betreut werden. Der Täter wurde von der Bahnpolizei vernommen.

Kurz danach brach der Spontanstreik aus. Nur auf Linie 6 fuhr den ganzen Abend noch alle 20 Minuten eine Bahn.

Am Sonntagmorgen normalisierte sich die Situation. Vorgesehen ist ein Gespräch zwischen Gewerkschaften und Direktion.