Rallye-Unfall: Zwei Tote in Belgien

Bei der traditionsreichen Rallye de Condroz sind in Belgien zwei Zuschauer ums Leben gekommen. Drei Menschen trugen am Samstag teilweise schwere Verletzungen davon. Der niederländische Fahrer Erik Morée kam in seinem Mitsubishi in der Ortschaft Villers-le-Temple von der Straße ab.

Er streifte die Brüstung einer Brücke. Steine des Bauwerks flogen in Richtung von Zuschauern, die sich in einer autorisierten Zone aufhielten. Eine 25 Jahre alte Frau aus Huy und ein etwa 50 Jahre alter Mann starben.

Einer der drei Verletzten wurde mit Schädelbasisbruch in das CHU-Krankenhaus von Lüttich eingeliefert, die beiden anderen erlitten leichte Verletzungen.

Nach dem Unfall wurde die Veranstaltung auf Bitte von Skoda und Peugeot am Samstag ausgesetzt. Die Organisatoren beschlossen, dann aber die Veranstaltung am Sonntag fortzusetzen. Die Bürgermeister von Huy und sechs weiteren Kommunen stimmten zu, forderten aber die Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen.

Neuville und Loix starten nicht mehr

Thierry Neuville (Peugeot) und Freddy Loix (Skoda) werden aus Respekt vor den Opfern nicht mehr starten. Thierry Neuville lag nach neun Wertungsprüfungen im Peugeot 207 S2000 in Führung. Er hatte 23,4 Sekunden Vorsprung auf Patrick Snijers im Mini John Cooper Works WRC und 45,2 auf seinen IRC-Kollegen Freddy Loix im Skoda Fabia S2000.

Loix sagte der VRT: „Ich habe Verständnis dafür, dass die Rallye fortgesetzt wird. Hier sind sehr viele Zuschauer und die Fahrer sind sicher unterwegs. Auch als der Unfall geschah, gab es keine Sicherheitsdefizite.“

Bereits 2003 war bei der Rallye ein Junge im Alter von 14 Jahren ums Leben gekommen.