Belgien kassiert 2 Mia. mit Staatsanleihen

Unser Land hat am heutigen Montag 2 Milliarden Euro mit der Ausgabe von Staatsanleihen eingenommen. Mit diesem Geld sollen die Staatsschulden finanziert werden. Der Zins für langfristige Staatsanleihen war etwas niedriger als letzte Woche, aber höher als bei der letzten Ausgabe.

Die Ausgabe belgischer Staatsanleihen war schon länger geplant. Nach den Turbulenzen der letzten Woche kam sie jedoch zu einem schwierigen Zeitpunkt.

Letzte Woche war der Zins für langjährige Staatsanleihen für Belgien noch von 4,7 auf fast 5,8 Prozent gestiegen. Am Freitagabend ist unsere Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's von AA+ auf AA abgestuft worden. Letztlich sank der Zins am Montag wieder auf 5,65 Prozent. Das ist nun also auch der Zins, der unser Land auf Staatsanleihen, die am heutigen Montag ausgegeben worden sind, anbieten muss. Bei der letzten Ausgabe im Oktober holte sich Belgien noch Geld gegen einen Zins von 4,34 Prozent.

Die jüngste Einigung für das Budget 2012 hat also eine leicht positive Auswirkung, genau wie die Tatsache, dass EU-Währungskommissar Olli Rehn das Abkommen zum Haushalt 2012 begrüßt hat.

Ursprünglich wollte sich unser Land ein Kapital in Höhe von 4 Milliarden Euro verschaffen, aber diese Summe wurde auf 2 Milliarden Euro herabkorrigiert. Der Höchstbetrag wurde erreicht. Das sei ansich schon positiv und das Interesse sei groß gewesen. Das beweise wiederum, dass man noch Vertrauen in Belgien habe, heißt es bei der staatlichen belgischen Schuldenagentur.

Staatsanleihen für Kleinanleger ein Erfolg

Der Verkauf von Staatsanleihen für Kleinanleger, mit dem man letzte Woche begonnen hat, scheint ein großer Erfolg zu sein. Normalerweise holt die Regierung sich damit rund 80 Millionen Euro, aber dieses Mal hat sie schon 700 Millionen Euro eingenommen. Die belgische  Schuldenagentur nennt das große Interesse an Staatsanleihen eine gute Sache.