Untersuchungsrichter vom Dienst suspendiert

Drei Untersuchungsrichter aus dem Justizpalast von Antwerpen sind einstweilig vom Dienst suspendiert und dürfen bis auf weiteres ihre Ämter nicht mehr ausüben. Sie hatten Formfehler begangen, nach denen dringend verdächtige Drogenhändler freigelassen werden mussten.

Die Antwerpener Justiz musste in den vergangenen Tagen 10 Verdächtige laufenlassen, denen Drogenhandel vorgeworfen wurde. Die Untersuchungsrichter müssen sich vorwerfen lassen, bei den Ermittlungen gleich mehrere Prozedurfehler begangen zu haben. Unter anderem sollen bei der Erlaubnis, Telefone von Verdächtigen abzuhören, Unterschriften gefehlt haben.

Die Anwälte der des Drogenhandels verdächtigten Personen sprachen sogar von Urkundenfälschung von Seiten der Untersuchungsrichter, denn die angezweifelten Unterschriften sollen erst nachträglich hinzugefügt worden sein.

Die Antwerpener Staatsanwaltschaft ermittelt in der Angelegenheit. Inzwischen haben die drei betroffenen Juristen innerhalb des Justizpalastes Aufgaben übernommen, die nicht mit ihrem eigentlichen Amt zu tun haben.