Belgischer Baron auf Schweizer Milliardärsliste

Auf der Liste der Milliardäre in der Schweiz tauchen 2011 einige neue Namen auf. Unter ihnen befindet sich auch der belgische Baron Ullens de Schooten. Er ist der ehemalige Topmanager der Zuckerfabrik Tiense Suiker.

Die jährliche Liste mit den 300 reichsten Menschen der Schweiz erscheint in der Zeitschrift Bilan. Um in der Zeitschrift auf der Liste der 300 reichsten Personen zu erscheinen, muss man zwei Kriterien erfüllen: Man muss mindestens 100 Millionen Franken besitzen (in Form von Immobilien oder Aktien) und entweder aus der Schweiz kommen oder dort seine Steuern bezahlen.

In Wirklichkeit, so schätzt die Zeitung, gebe es wohl sehr viel mehr Menschen mit einem Vermögen von über 100 Millionen  Franken in der Schweiz, die zudem das zweite Kriterium erfüllten, denn die  Zeitung  kann nur schätzen.

Das Vermögen des belgischen Freiherrns wird auf 3 bis 4 Milliarden Schweizer Franken (2,4 bis 3,2 Milliarden Euro) geschätzt. Ullens de Schooten, der in dem Kanton Wallis wohnt, kaufte 1999 Weight Watchers und gliederte es in die Luxemburger Holding Artal ein.

Auch der Franzose Nicolas Puech, einer der wichtigsten Erben der Luxusmarke Hermès und ebenfalls neu auf der Schweizer Liste, wohnt im Wallis. Das Vermögen von Puech wird auf 1 bis 1,5 Milliarden Schweizer Franken geschätzt.

Von den 300 reichsten Menschen, die in der Schweiz wohnen, sind 140 Milliardäre. Siebzehn unter ihnen besitzen über 5  Milliarden Schweizer Franken (4 Milliarden Euro). Ingvar Kamprad, der Gründer von Ikea, bleibt der reichste Mann in der Schweiz, mit einem geschätzten Vermögen in Höhe von 35 bis 36 Milliarden Schweizer Franken (28,3 bis 29,1 Milliarden Euro).