Politbarometer: 39,8 Prozent für N-VA?

Die sechs künftigen Regierungsparteien haben offenbar an Vertrauen beim Wähler verloren. Das ist das Ergebnis des jüngsten Politbarometers der Zeitung La Libre Belgique und der frankophonen Rundfunkanstalt RTBF.

In Flandern ist demnach die NV-A weiterhin auf dem Vormarsch. Sie kommt auf knapp 40 Prozent und legt damit im Vergleich zu ihrem Wahlergebnis vom 13. Juni 2010 zwölf Prozent zu. Nur die flämischen Grünen (Groen!) können sich ebenfalls verbessern.

Sozialdemokraten, Christdemokraten und Liberale, die sich mit ihren drei französischsprachigen Schwesterparteien auf eine große Koalition geeinigt haben, werden hierfür laut Politbarometer teilweise empfindlich gestraft. Die christdemokratische CD&V verliert 4,7 Prozent (von 17,3 auf 12,6 Prozent), die liberale Open VLD fällt von 13,6 auf 12,6 Prozent und die sozialdemokratische SP.A von 14,6 auf 13,9 Prozent. Auch die rechtsextreme Partei Vlaams Belang lässt weiter Federn (von 12,3 auf 8,4 Prozent).
 

Wallonie und Brüssel

In der Wallonie halten sich die Stimmenverluste in Grenzen. Die PS ist dort mit 35 Prozent nach wie vor stärkste Kraft.

In Brüssel werden die Karten nach der Spaltung der Allianz von FDF und MR neu gemischt. Die MR verliert ihre Spitzenposition an die PS, die allerdings auch hier leichte Verluste erleidet. FDF, die nationalistisch-frankophone Partei von Olivier Maingain kommt nur noch auf 6,5 Prozent.

Bart de Wever  (Foto oben) ist nach wie vor der beliebteste Politiker des Landes, vor Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters, Alt-Premier Leterme und dem neuen Premier Di Rupo.