Lüttich: 20.000 gegen das Hochofen-Aus

Rund 20.000 Demonstranten haben sich am Mittwochmorgen zu einer Solidaritätsveranstaltung gegen die geplante Schließung der letzten Hochöfen des Konzerns ArcelorMittal getroffen. Nicht nur Stahlkocher aus dem Lütticher Raum legten ihre Arbeit nieder, sondern auch viele Mitarbeiter anderer Unternehmen und Behörden.

Die sozialistischen und christlichen Gewerkschaften hatten zu dieser zweiten Solidaritätsdemonstration aufgerufen, der rund 20.000 Menschen folgten. Sie trafen sich kurz vor Mittag im Lütticher Stadtzentrum beim Denkmal für Karl den Großen.

Die Gewerkschaften protestieren gegen die Pläne des internationalen Stahlkonzerns ArcelorMittal, die letzten Hochöfen im Stahlbecken an der Maas zu löschen und die entsprechenden Abteilungen der Stahlwerke zu schließen. Fast 600 Arbeitsstellen würden dabei direkt betroffen sein und viele hundert weitere Jobs würden indirekt in Gefahr gebracht, so die Gewerkschaftler – nicht nur bei Zulieferern.

In Lüttich und Umgebung blieben aus Solidarität viele Schulen, Behörden und auch private Unternehmen geschlossen. Busse fuhren nur vereinzelt und die Arbeitsniederlegungen waren in den Bereichen öffentlicher Nahverkehr und Müllabfuhr in der gesamten Provinz zu spüren.