Wahlen im Kongo: Belgien will keine Gewalt

Der Vizepremier und belgische Außenminister Didier Reynders hat am Freitag gesagt, er habe von der Veröffentlichung des vorläufigen Endergebnisses der Präsidentschaftswahlen letzte Woche in der Demokratischen Republik Kongo durch die nationale unabhängige Wahlkommission (Céni) Kenntnis genommen. Die Bekanntgabe erfolgte pro Wahlbüro, eine wichtige Maßnahme, um Transparenz und Glaubwürdigkeit zu garantieren, so der Minister.

Nach den Ergebnissen, die am Freitag in Kinshasa veröffentlicht wurden, geht der Präsidentschaftssieg an Joseph Kabila, der  48,95% der Stimmen auf sich vereint. Sein Rivale, der 78-jährige Etienne Tshisekedi hat diesen Ergebnissen zufolge 32,33%.

In einer Pressemitteilung betont Didier Reynders, dass es sich um ein vorläufiges Ergebnis handele. Das endgültigen Ergebnis soll am 17. Dezember durch den obersten Gerichtshof des Landes (CSJ) verkündet werden.

Im Namen Belgiens hat Didier Reynders alle politischen Akteure im Kongo aufgerufen, auf jegliche Form der Gewalt zu verzichten. "Jegliche Anfechtung muss auf gesetzliche und friedsame Weise erfolgen."

Unser neuer Außenminister erinnerte die kongolesischen Behörden auch daran, dass sie die Verantwortung für die Sicherheit und den Schutz des Volkes trügen. "Die Sicherheitstruppen müssen in jedem Fall jeden Gewaltmissbrauch vermeiden", so Reynders, der noch versicherte, dass Belgien auch weiterhin die Situation in der Demokratischen Republik Kongo aufmerksam verfolge.