"Wir werden schon Resultate erzielen"

Nach Ansicht des europäischen Ratsvorsitzenden Herman Van Rompuy (Foto) ist der Zeitpunkt für die Einfuhr von Euro-Obligationen noch nicht gekommen, doch mehrere EU-Länder dränge darauf hin. Van Rompuy soll bis März 2012 ein entsprechendes Konzept ausarbeiten.

Belgiens Ex-Premier Guy Verhofstadt, der heutige Fraktionschef der Liberalen im Europäischen Parlament, ist ein glühender Fürsprecher in Sachen Euro-Obligationen, Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel ist weiterhin strikt dagegen. Der belgische EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy arbeitet derzeit an einem Rapport zu diesem Thema, dass er den Staats- und Regierungschefs beim nächsten geplanten EU-Gipfel im März 2012 vorlegen wird.

Van Rompuy, ebenfalls ein Fürsprecher der europäische Staatsanleihen, sagte am Montagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass er noch nicht alle überzeugen konnte: "In einer Mehrjahresperspektive und nachdem alle Garantien für strikte Haushaltsdisziplin stehen, könnte man solche Euro-Obligationen in Betracht ziehen.“

Für den belgischen Ex-Premier ist eminent wichtig, dass alle EU-Mitgliedsländer ihre Haushalte wieder auf die Reihe kriegen: "Die wichtigste Maßnahme, die man ergreifen kann, um das Wachstum zu stimulieren, ist die Rückkehr zu einer finanziellen Stabilität in der Eurozone.“ Nur so könne man seiner Ansicht nach wieder Vertrauen schaffen und ein solches Vertrauen sei wiederum positiv für die Wirtschaft.

"Wir werden schon noch Resultate erzielen“, so ein streitbarer Van Rompuy, dem die Finanzwelt allerdings nicht so richtig folgen will. Die Ratingagentur Moody’s bestätigte unterdessen die schlechten Voraussichten für die Länder der Eurozone. Moody’s beruft sich dabei auf die Tatsache, dass beim EU-Eurogipfel Ende der vergangenen Woche keine greifbaren Maßnahmen ergriffen worden seien.