Polizeicolts für Belgien von Smith & Wesson

Die belgische Bundespolizei will ihr Handfeuerwaffen-Arsenal erneuern und testete dazu neue Pistolen. Eine Lieferung über 3.000 Pistolen der US-Firma Smith & Wesson überzeugte derart, dass die Waffenhersteller einen Anschlussauftrag über 20.000 weitere Exemplare erhielten - sehr zum Missfallen der belgischen Waffenmanufaktur FN in Lüttich.

Die belgische Bundespolizei will über kurz oder lang ihre bisherigen Dienstwaffen vom Typ Browning GP35 aus der Herstellung von FN in Lüttich ersetzen. Die belgische Bundesregierung hatte diesem Vorhaben vor etwa einem Jahr zugestimmt.

Daraufhin testete die Polizei Pistolen von insgesamt sechs Herstellern, unter anderem von Smith & Wesson in den USA. Smith & Wesson erzielte dabei mit dem Modell MP9 (großes Foto) eine gute Beurteilung und vor einem halben Jahr erfolgte eine Bestellung von 3.000 Pistolen dieses Typs. Doch in den Augen der Polizeiführung sind diese Waffen so gut und so sicher in der Handhabung, dass sie jetzt weitere 20.000 Exemplare nachbestellten.

Derweil zeigt man sich bei der Waffenmanufaktur Fabrique Nationale (FN) in Herstal bei Lüttich enttäuscht, dass man bei der Auftragsvergabe leer ausgegangen ist und die Gewerkschaften bei FN protestierten gegen die Tatsache, dass ihr Werk bei der Ausschreibung des Auftrags keine Chance gehabt habe. Dem pflichteten unter dessen auch einige wallonische Regionalpolitiker bei, denn FN ist traditionell einer der wichtigsten Waffenlieferanten für den belgischen Staat.